HSG Strohgäu behält im Tore-Festival die Oberhand
In einer emotional geladenen und torreichen Partie der Damen-Verbandsliga besiegte die HSG Strohgäu die HBI Weilimdorf/Feuerbach mit 39:36 (20:16). Während die HSG sportlich fast über die gesamte Spielzeit in Führung lag, stand der Beginn des Spiels ganz im Zeichen des Abschieds.
Ein bewegender Abschied und ein furioser Start
Bevor der erste Pfiff ertönte, wurde es still in der Halle. In einer Gedenkminute erinnerten die Spielerinnen und Zuschauer an Damir Cretni. Der langjährige Fotograf der HSG war im Alter von nur 54 Jahren plötzlich verstorben. Mit dem Wissen, dass er in Gedanken ein letztes Mal vom Spielfeldrand zusah, startete die HSG hochkonzentriert.
Sportlich legten die Gastgeberinnen los wie die Feuerwehr: Durch Treffer von Sophie Weckerlein und Nora Köstel hieß es bereits nach weniger als zwei Minuten 3:0. Wer jedoch glaubte, die HBI Weilimdorf würde sich davon überrollen lassen, sah sich getäuscht. Die Gäste ließen sich nicht abschütteln und verkürzten beim Stand von 11:10 (15. Minute) fast bis zum Ausgleich.
Schlagabtausch ohne Atempause
Obwohl die HSG Strohgäu die Führung nie aus der Hand gab, blieb das Gefühl, die Partie vollends zu kontrollieren, aus. Die HBI antwortete auf jeden Lauf der HSG prompt. Zur Halbzeit konnte sich Strohgäu – auch dank einer treffsicheren Sophie Weckerlein – ein Polster von vier Toren erarbeiten (20:16).
In der zweiten Halbzeit entwickelte sich das Spiel endgültig zum Offensiv-Spektakel. Besonders Lilli Paul auf Seiten der Gäste war kaum zu bremsen und hielt Weilimdorf fast im Alleingang im Spiel. Auf Seiten der HSG hielten Gina Ambrosi, Maja Raiser und die nervenstarke Danijela Cretni dagegen.
Turbulente Schlussphase
Knapp zwei Minuten vor Ende wurde es noch einmal hektisch: Maja Raiser kassierte zunächst eine Zeitstrafe und sah unmittelbar darauf die Disqualifikation (58.). Trotz Unterzahl ließ die HSG nichts mehr anbrennen. Besonders symbolisch: Danijela Cretni verwandelte in der Schlussminute einen 7-Meter zum 39:35, bevor Valentina Beutel den Schlusspunkt zum 39:36-Endstand setzte.
Am Ende stehen zwei Punkte für die HSG Strohgäu in einem Spiel, das gezeigt hat, dass Handball oft mehr ist als nur ein Ergebnis auf der Anzeigetafel.

