HSG Strohgäu

Männer 2 – TSV Affalterbach 27:28 (10:12)

Man muss ja auch Vorbilder haben

Ja guten Tag Damen und Herren, liebe Handballfreunde. Man glaubt es kaum, aber nach fast Zweimonatiger Abstinenz der Männer 2 gibt es mal wieder Neuigkeiten um die Ohren.

Wie stand es im letzten Spielbericht so schön geschrieben, ich zitiere: „Das vorletzte Saisonspiel ist vor heimischer Kulisse am 02.04. um 20:00 gegen Affalterbach.“ PAH! Gelogen! Es wäre ja nicht ein Spiel gegen Affalterbach, wenn es nicht verlegt werden würde. Daher verschiebt sich der Bumms um einen Monat auf Anfang Mai. Was sich aber im Gegensatz zum Spieltermin nicht geändert hatte, war, dass gegen die Gäste noch eine ordentliche Rechnung vom Hinspiel offen war. Also rein ins Geschehen am Freitagabend.

Direkt zu Beginn hätte man Günther Jauch und Marcel Reif in der Halle gebrauchen können. Denn zwar hätte nicht ein Tor dem Spiel so gutgetan, sondern ein Unparteiischer. Der Schiedsrichter der Begegnung war auf unerklärliche Weise nicht zu erreichen und aufzufinden. Es sollte sich später herausstellen, dass der Schiedsrichter das Spiel in der falschen Woche eingetragen hatte. Also musste spontan Moritz ‚Knut‘ Schönemann als Referee einspringen. Danke nochmal an dich, dass du so kurzfristig eingesprungen bist.

Fangen wir jetzt aber endlich mal mit dem Spiel an: Nach den ersten zehn Minuten, in denen sich die Mannschaften mehr abtasteten, als Beamte an der Flughafenkontrolle, nahm das Match und vor allem die HSG-Offensive, Fahrt auf. Nach dem 8:4 in der 18. Minute war das Trainerteam der Gäste zur ersten Auszeit gezwungen. Und die kam für die Gastgeber genau zur falschen Zeit. Magere zwei Törchen in den folgenden zwölf Minuten und ein Pausenrückstand von 10:12 waren das Resultat. Doch nicht alles war schlecht in Halbzeit eins. Die 6-0 stand 20 Minuten lang sattelfest und auch der Angriff zeigte seine brillanten Momente.

Zweite Hälfte, gleiches Spiel. Affalterbach macht da weiter, wo sie vor dem Pausentee aufgehört haben. Drei schnelle Tore führen zu einem 5-Tore-Rückstand. Kann sich das Team berappeln? Zumindest langsam scheint die Mannschaft danach wieder in die Gänge zu kommen. Aber kaum läuft es und man ist wieder auf drei Buden dran, schießt man sich in klassischer Männer 2 Manier selbst ins Bein. Dreifache Unterzahl heißt es für die Männer in Schwarz zeitweise ab der 36. Minute. Doch diese Phase haucht Leben in das Spiel ein. Denn anstatt das die Gäste davonziehen können, leibt die HSG dran und hält den Abstand auf drei Toren. Kaum ist das Team wieder vollzählig ist aber wieder Sand im Getriebe. 15:20 nach 40 Minuten. Der Angriff ist zu unkreativ, es mangelt an Durchschlagskraft. Und die kommt! Und wie! Neun der letzten elf Tore fallen durch die Rückraumroutiniers Torben und Kienzle. Torben, der in seinem letzten Aktiven Spiel nochmal eine unfassbare Performance hinlegt und mit sechs Toren bester HSG-Werfer ist, führt die Jungs zur Aufholjagd. Ein Fünf-Tore-Lauf sorgt für das 20:20 nach 46 Minuten. Ab dann ist es ein Spiel auf Augenhöhe, die HSG rennt dauerhaft einem Rückstand von einem Tor hinterher und muss in jedem Angriff ausgleichen. Bis zur letzten Minute. Dort nimmt man sich ein Vorbild an den Männer 1. Denn Siege kurz vor Schluss klarmachen konnten die so gut, oder nicht? Kurz vor Schluss erzielt Torben das 27:27, die Abwehr muss stehen. Affalterbach lässt sich zu einem unüberlegten Pass hinreisen, der im Seitenaus landet. Zehn Sekunden Zeit. Spielt man auf das unentschieden, oder will man den Sieg? Klare Marschroute: Sieg! Wir sind nicht hergekommen um, wie Jesus das Brot, unsere Punkte zu teilen! Also noch mal vor Spielen, aber dann: Ein ungenaues Zuspiel, ein Ballverlust, ein Wurf in letzter Sekunde. Die Schlusssirene ertönt und? Ein Tor. Proteste der HSG, der Ball sei nicht im Tor gewesen, aber im Endeffekt steht die Entscheidung vom Aushilfsschiedsrichter Moritz fest. Der TSV gewinnt mit einem Tor in letzter Sekunde.

Wer dachte, dass war es für die M2 in dieser Saison hat sich geschnitten. Denn auch Ditzingen hat die Partie verlegt, daher gibt es am 10.05. um 20 Uhr in Hemmingen. Dann steht endlich das letzte Spiel der Runde für die Männer auf dem Plan, auch wenn das Mannschaftsinterne Saisonclosing bereits nach dem Spiel gegen Affalterbach gefeiert wurde.
Danke nochmal an Knut fürs Pfeifen und Danke auch an Torben für deine arschgeile Karriere. Gegen Ditzingen wird die Handballlegende leider nicht mehr dabei sein. Wir ziehen den Hut vor dir und freuen uns, dich bestimmt mal wieder in der nächsten Saison auf der Tribüne zu sehen. Vielleicht brauchen wir dich ja auch mal wieder als Interimstrainer ;)

Spielen besser Bierpong:
Kay Schneider, Moritz Benz, Jan Steuer (3), Anthony Leyba Frias (1), Jonas Stöckl (3), Torben Hauff (6), Roman Krause (1), Nikolas Kienzle (5), Marius Wernke (1), Nico Kasparovsky (2), Nico Scheller, Niklas Braiger (2), Florian Kappel, Nick Steuer (3)

Auf der Bank: Dirk Tränkle, Robin Acic, Finn Stöckl

HSG Strohgäu
HSG Strohgäu

Die Handballabteilungen der GSV Hemmingen und des TSV Schwieberdingen bilden seit der Saison 2014/2015 für den gesamten Spielbetrieb eine Spielgemeinschaft unter dem Namen: HSG Strohgäu

Nach zwei Probeläufen und etlicher Gesprächsrunden haben sich die Verantwortlichen der Abteilungen dazu entschlossen die Spielgemeinschaft auf den gesamten Spielbetrieb auszudehnen.

Mehr erfahren

© Copyright by HSG STROHGÄU | Designed + Developed by Graphicstudio Stefan Hirschmann