HSG Strohgäu | Männer 1

Männer 1 – HSG Sulzbach/Murrhardt | 23:24 (10:12)

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Musikempfehlung für diesen Beitrag: Hubert von Goisern – Weit, weit weg

Auf der Liste der beliebtesten Auswärtsfahrten rangiert die Reise nach Sulzbach irgendwo zwischen den Spielen im harzlosen, dafür umso staubigeren Markgröningen und den Partien in der alten Rielingshäuser Hartwaldhalle mit patentiertem Schmirgelpapierboden. Bei der Fahrt ins tiefste Murrtal werden zwei Zeitzonen, mehrere Hochgebirgskämme und eine Kontinentalplattengrenze überquert. Die Mannschaft hat allein durch diese Auswärtsfahrt dem gesamten Aral-Vorstand einen Satz neue Privatyachten finanziert. Der Hallenkäfig von Sulzbach wäre dabei eigentlich eine ideale Gelegenheit für Chris Bühler gewesen, seine alten Wrestlingmoves rauszuholen, und wie bei Hell in a Cell 1998 seinen Kontrahenten Mankind vom Käfig und fünf Meter abwärts durch einen Kommentatorentisch zu werfen. Leider war er damit beschäftigt, in Serbien Volkstanzgruppen bei folkloristischen Darbietungen zu filmen und die Darsteller anschließend fünf Meter abwärts durch einen Kommentatorentisch zu werfen.

Zurück im uns nicht minder fremden Sulzbach folgte die HSG derweil der „Let’s get ready to rumble“-Ansage des Hallensprechers (der auf einen Kommentatorentisch verzichtet hatte) und spielte entsprechend rumpelig. Erst nach einer Viertelstunde kam langsam mehr Schwung ins Strohgäuer Spiel, die Mannschaft tat jetzt, was auch ein Achtjähriger mit einem pädagogisch wertvollen Chemiebaukasten macht – spielerisch Lösungen finden. Zur Halbzeit betrug der Vorsprung dennoch nur zwei Treffer, was aber immerhin doppelt so viele Tore wie mitgereiste Fans waren (Danke Gina!)

Nach Wiederanpfiff legte die HSG dann die ersehnte Schippe auf den Schippenhaufen drauf, allen voran Sascha Rollinger, der über das Spiel hinweg auf eine Paradenquote von unfassbaren 50% kam. Ein Phänomen dieser Mann, noch drei Stunden zuvor hatte er auf seinem Businessmeeting in Köln den Höhnern und Hennes IX. erklärt, wie auch sie zu echten BAUDER-Fans werden können. Nach 45 Minuten lagen die M1 beim Stand von 20:13 sehr komfortabel in Führung.

Bekanntermaßen ist die Schlussviertelstunde allerdings eine der vier unbeliebtesten Viertelstunden in einem HSG-Spiel. Fürs Tore schießen war man zu cool geworden und wollte das Spiel nochmal spannend machen. Eineinhalb Minuten vor dem Ende konnten die Hausherren daher tatsächlich noch den 23:23-Ausgleich bejubeln. Wieso weiß keiner so genau. Am Ende mussten ein Strafwurf von Max Bauer und im finalen Gegenangriff die Torlatte das Spiel richten. Damit springt die HSG dem Handballteufel nochmal von der Schippe – gut, dass man vorher den großen Schippenhaufen zusammengelegt hat.

Durch den Sieg ziehen die M1 an der HSG Sulzbach/Murrhardt vorbei auf dem 10. Tabellenplatz und stellen fest: Sulzbach ist immer eine Reise wert, wenn man sonst so gar nichts zu tun hat, ein paar Tage Zeit hat und außerdem schon immer mal einen Ort sehen wollte, der Sulzbach an der Murr ist. Aber eigentlich auch nur dann. Wir würden eine Reisebewertung bei TripAdvisor abgeben, aber sowas machen ja schon andere Bezirksvereine. Die nächste Woche wird eine Englische für die HSG. Am Samstag darf man in Benningen gegen die HSG Neckar ran, am Dienstag folgt das Nachholspiel gegen HABO, und am darauffolgenden Samstag darf sich umgekehrt die HSG Sulzbach/Murrhardt auf den Weg nach Hemmingen machen. Wäre schließlich ungerecht, wenn nur wir so viel fürs Tanken blechen müssten.

Gönnen sich für die nächste Auswärtsfahrt gleich einen Charterflug:

Tor: Heiko Günther, Sascha Rollinger

Feld: Marc Maier, Moritz Bausch (2), Kevin Baumert (1), Max Bauer (10/4), Nils Schäufelin (4), Julian Kläger, Fabian Schäfer (2), Marco Weber (1), Tim Maier, Tobias Gröner (1), Sebastian Zink (4)

Auf der Bank: Reiner Havenith, Patrick Kern

HSG Strohgäu
HSG Strohgäu

Die Handballabteilungen der GSV Hemmingen und des TSV Schwieberdingen bilden seit der Saison 2014/2015 für den gesamten Spielbetrieb eine Spielgemeinschaft unter dem Namen: HSG Strohgäu

Nach zwei Probeläufen und etlicher Gesprächsrunden haben sich die Verantwortlichen der Abteilungen dazu entschlossen die Spielgemeinschaft auf den gesamten Spielbetrieb auszudehnen.

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